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Salufast im Test: Die Fastenbox und unsere Erfahrungen

Salufast Yacon Crunch mit heißem Wasser zubereitet | Foto: Martina Gadiot

Fasten und dabei dennoch essen, sowie gleichzeitig von den tausendjährigen Erkenntnissen des Ayurveda profitieren. Das will die Salufast Fastenbox Ayurveda vereinen. Wir haben das Fastenprogramm eine Woche lang getestet und teilen mit dir unsere Salufast-Erfahrungen. Der Deutsche Hersteller bietet auch eine Basis-Fastenbox ohne Ayurveda an. Darauf lassen sich unsere Erfahrungen teilweise übertragen, wenn du die Ausführungen über die indische Heilkunst in diesem Test einfach überspringst. Bereits vorweg genommen: Wir haben etwas blauäugig angefangen und raten dir daher, erst einmal zu überlegen, ob das Ayurveda-Fastenprogramm gerade in dein Leben passt. Am Ende des Erfahrungsberichts findest du unser Testergebnis, für wen die Fastenbox überhaupt geeignet ist und wo du sie kaufen kannst. 

Tina wohnt im Süden von Deutschland. Sie ist Fotografin, hat zwei Kinder und ist mit Haus und Familie stark eingebunden. Ich heiße Christian, bin Kommunikationswissenschaftler und Foodblogger, habe ebenfalls zwei Kinder und jongliere zwischen Job und Familie. Prima Voraussetzungen für einen Reset durch Fasten und Ayurveda. So dachten wir uns das jedenfalls und bekamen von Salufast jeweils eine Fastenbox zugesandt. 

Erwartungen und Bedenken zum Salufast-Fasten 

Ich habe Salufast für diesen Test ausgesucht, weil das Produkt unter anderem auf der Expertise von Prof. Dr. med. Andreas Michalsen aufbaut. Er ist Chef der Abteilung Naturheilkunde am Immanuel-Krankenhaus in Berlin. Professor Michalsen steht für die wissenschaftliche Fastenforschung in Deutschland und blickt zudem auf eine lange praktische Erfahrung zurück. 

Verschiedene Fastenkuren kenne ich bereits und deshalb freue ich mich schon auf das sogenannte Fastenhigh und die Entgiftung meines Körpers. Ein Highlight ist, dass ich mit meiner Freundin Tina gemeinsam über WhatsApp und Videocalls diese Challenge bestehen darf.

Tina hat vor allem die Erwartung, abzunehmen. Als ich Salufast vorschlug, fiel ihre Wahl sofort auf die Ayurveda-Variante. Die Begründung: „Weil ich auf dieses Ziehöl-Dingens“ stehe. Offen gesagt hat mir diese Ansage etwas Respekt eingeflößt, denn mit Ayurveda hatte ich bisher wenig Kontakt. Wir beide finden es spannend, dass das Fastenprogramm eine App hat, die uns durch die Woche begleiten wird.

Allerdings haben wir auch Bedenken: werden wir das Fasten in unseren Alltag und Fasten während des Jobs integrieren können? Morgens muss alles meist schnell gehen. Wir wollen an einem Montag starten und da ist Tina zum Beispiel kaum zu Hause, um die Mahlzeiten zubereiten zu können. Der erste Eindruck der Fastenbox stimmt uns jedoch versöhnlich.

Salufast Fastenbox: Erster Eindruck und Lieferumfang

Das Paket ist aus Pappe und alle darin befindlichen kleineren Boxen für die nächsten Tage auch – sehr ökologisch. Es duftet nach exotischen Gewürzen und beim Blättern im Begleitheft stechen das übersichtliche Layout und die wunderschön fotografierten Gerichte hervor. Tina: „Ist schon ziemlich gut begleitet, finde ich. Das ist für den europäischen Markt gemacht und hebt sich mit dem ersten Eindruck von Fastenboxen anderer Hersteller ab.“

So ist die Salufast Fastenbox in der Ayurveda-Variante gepackt | Foto: Martina Gadiot
So ist die Salufast Fastenbox in der Ayurveda-Variante gepackt | Foto: Martina Gadiot

Wir lesen, dass der verwendete Karton und die Banderolen um die Gerichte herum, aus Graspapier sind. Dafür muss kein Baum gefällt werden, denn es besteht zu 65 % aus Altpapier und 35 % aus Gras. Das bedeutet weniger Kohlendioxid sowie weniger Energie- und Wasserverbrauch. Die Mahlzeiten an sich sind in einer kompostierbaren Folie verpackt und die lässt sich zur Müllentsorgung gut von der Banderole trennen.  

Zum Lieferumfang gehören:

  • das Begleitheft und ein Briefumschlag mit dem App-Freischaltcode 
  • fünf durchnummerierte Boxen mit den Mahlzeiten – für jeden Tag eine
  • ein Mundziehöl auf Sesambasis, das mit Thymian und Salbei aromatisiert ist
  • eine Packung Salufast-Tee: Ayurvedischer Kapha-Tee
  • und eine Starterbox

Die Starterbox enthält:

  • ein Maßband
  • einen Zungenschaber
  • ein Massageöl 
  • und einen Massagehandschuh

Der Inhalt macht uns sehr neugierig. Wie ziehe ich Öl? Was ist Kapha-Tee? Und was mache ich mit dem Maßband, dem Zungenschaber und dem Massage-Equipment? Wie massiere ich mich eigentlich selbst? Und vor allem: wann soll ich dafür die Zeit finden? 

Ablauf des Salufast Ayurveda Fastens und unsere Erfahrungen

Glücklicherweise hilft das mitgelieferte Heft sehr. Wir lesen es uns durch und installieren die App. Dafür befindet sich ein Freischaltcode in einem Umschlag. Wir geben diesen sowie Größe, Gewicht, Geburtsdatum und Geschlecht ein. Nach den vielen Infos merken wir: Wir haben diesmal komplett vergessen, einen Entlastungstag einzuplanen, der für ein erfolgreiches Fasten vorbereitet. Offensichtlich sind wir gestresster als gedacht. Wir entscheiden, erst am Tag darauf mit dem Fasten loszulegen und nutzen den Montag als Entlastungstag. 

Salufast Vorbereitung und Entlastungstag

In der App geben wir das Startdatum – also den Entlastungstag ein. Prof. Dr. Michalsen stimmt uns im Video auf das Programm ein und benennt die positive Wirkung des Fastens eindrucksvoll. 

Dann gibt es in der App noch einen sogenannten Dosha Test. Dr. Med Michael Gros führt hier ebenfalls per Video ein. Grundsätzlich gibt es im Ayurveda drei Dashas, die unterschiedlich stark in einem Menschen ausgeprägt sein sollen.

Der Dashatest in der Salufast-App
Der Dashatest in der Salufast-App

Die Idee: wenn gewiss ist, welcher Haupttyp bei einem vorherrscht, lässt sich auch das Essen darauf abstimmen. Apropos Essen: Am Entlastungstag schlägt Salufast Rezepte für Ayurveda-Gerichte zum selbst kochen vor. Allerdings braucht es einige Zutaten, sofern du nicht schon allerlei Gewürze für die indische Küche zu Hause hast.

Frühstück am Entlastungstag | Foto: Martina Gadiot
Frühstück am Entlastungstag | Foto: Martina Gadiot

Tina hat erst einmal eingekauft und hofft, dass sie auch nach dem Fasten öfter mal Ayurvedisch kocht. Die Gerichte sind super lecker und wirklich mal etwas anderes auf dem Speiseplan.

Ayurvedisches Gericht am Entlastungstag mit gebratenem Chicorée | Foto: Christian Schindler
Ayurvedisches Gericht am Entlastungstag mit gebratenem Chicorée | Foto: Christian Schindler

Wir freuen uns auf den Start des Salufast-Programms und schauen am Abend kurz in die App, damit wir wissen, was uns am nächsten Tag erwarten wird. In Tinas App stehen für morgen sieben ToDos. Sie fragt sich „Wie soll das eine Familienmutter schaffen?“ Ich bin auch etwas überwältigt von den vielen vor mir liegenden Aufgaben. Wird schon. Wir schlafen beide ausgezeichnet und erwachen neugierig am ersten Fastentag.

Die Salufast-Apps zeigt die Todos des jeweiligen Tags an | Quelle: Screenshot
Die Salufast-Apps zeigt die Todos des jeweiligen Tages an | Quelle: Screenshot

Tag 1: Warmes Wasser, die Kaffee-Frage und sonniges Biryani

Bevor es mit dem Essen losgeht, beginnt das Ayurveda-Ritual: Erst einmal ein Glas abgekochtes warmes Wasser trinken. Dann, mit dem mitgelieferten Zungenschaber, die Zunge von möglichst weit hinten mehrere Male nach vorn abziehen. Danach erfolgt das Ölziehen. Das ist für mich ungewohnt, weil das Öl recht zähflüssig ist. Aber der Geschmack ist einwandfrei. Allerdings sind 5-15 Minuten eine ziemliche Herausforderung. Danach bildet reguläres Zähneputzen den Abschluss.

Das Salufast Ayurveda-Set zum Ölziehen, Zungenschaben und für Massagen | Foto: Martina Gadiot
Das Salufast Ayurveda-Set zum Ölziehen, Zungenschaben und für Massagen | Foto: Martina Gadiot

Ergebnis: Ein sehr angenehmes Mundgefühl. Irgendwie fühle ich mich frischer als sonst am Morgen.

Das Frühstück heißt Quinoa Crunch. Tina: „War ganz lecker. Schnell gemacht. Gibt nix zu meckern, hätte aber gern mehr sein dürfen. ”

Ich habe auf das Frühstück verzichtet und hebe es mir für den Abend auf. Stichwort Intervallfasten. Das kann ich in der App jedoch nicht einstellen – denke ich. Der Support von Salufast antwortet prompt und erklärt mir, dass jede Mahlzeit auch einen aufgedruckten QR-Code hat. Der lässt sich mit der App einscannen und schon wird die entsprechende Einnahmezeit erfasst.

Tina hat der Hunger erwischt. Sie ist aber unterwegs und hat das Mittag-Essen nicht dabei. Sie sagt mir, dass sie einen Cappucino getrunken hat und weiß nun nicht recht, ob sie das durfte.

Gute Frage: 

Darf ich bei Salufast Kaffee trinken?

Wie bei jedem Fasten solltest du mindestens zwei Tage vor dem Entlastungstag auf Kaffee verzichtet. Das ist insofern ratsam, damit der Entzugskopfschmerz – ja den gibt es wirklich – nicht in die Fastenperiode fällt, die eh schon herausfordernd sein kann. Theoretisch könntest du aber Kaffee trinken – dann jedoch bitte ohne Milch, Hafermilch und Zucker, wegen der Kalorien. 

Erstes Mittagessen in der Salufast-Fastenbox: Sonniges Biryani mit einfacher Zubereitung | Foto: Christian Schindler
Erstes Mittagessen in der Salufast-Fastenbox: Sonniges Biryani mit einfacher Zubereitung | Foto: Christian Schindler

Wir gönnen uns zum Mittagessen ein sonnige Biryani aus der Box am ersten Tag. Das besteht aus Reis mit Mangopulver, Cranberry, Mandeln und Äpfeln. Es hat einen leichten Zimtgeschmack. Das würzige Mundgefühl bleibt auch nach Minuten noch erhalten.

Tina findet es „sehr fruchtig und es schmeckt erstaunlich süß… knackiger Reis, viele Gewürze, etwas scharf durch Ingwer. Schmeckt sehr exotisch durch die Gewürzmischung.“

Biryani-Reis zubereitet in einer Schüssel | Foto: Christian Schindler
Biryani-Reis zubereitet in einer Schüssel | Foto: Christian Schindler

Tatsächlich merke ich gegen 15 Uhr langsam meinen Kreislauf. Mein Körper scheint bereits seinen Glykogenspeicher aufgebraucht zu haben. Das kann daran liegen, dass ich auch die Tage vor dem Entlastungstag wenige Kohlenhydrate zu mir genommen habe.

Zum Abendessen gibt es eine leckere Suppe, die gut gewürzt ist. Allerdings ist es schwer zu sagen, nach was sie schmeckt. Tina hat mittlerweile ihr Mittagessen verputzt und dann später noch die Suppe. Auch den Tee hat sie getrunken. Der besteht aus allerlei Kräutern und Gewürzen und wird ohne Sieb einfach aufgegossen. „Den finde ich super lecker. Ich mag so scharfen Tee“, freut sich Tina.

Die meisten Gerichte bei Salufast sehen gut aus und schmecken | Foto: Martina Gadiot
Die meisten Gerichte bei Salufast sehen gut aus und schmecken | Foto: Martina Gadiot

Tag 2: Leichter Schlaf, die „wie geht es Dir-Frage“ und Golden Porridge

Ich bin heute um 4:15 Uhr aufgewacht und hatte danach einen sehr leichten Schlaf. Anzeichen der sogenannten Fastengrippe stellen sich bei mir ein: leichter Kopfschmerz und so ein seltsames aufgewühltes Gefühl, wie bei einer Grippe eben, gleichzeitig fühle ich mich matt. Tina geht es super. Sie merkt überhaupt nichts.

Zum Frühstück gibt es Golden Porridge, das mit nur 50 ml kochendem Wasser aufgegossen wird und etwas quellen muss. Das ist sehr wenig Nahrung, die ich nun wieder am Morgen zu mir nehme – kein Intervallfasten mehr. Aus Solidarität mit Tina. 

Tina: „Es schmeckt süß und salzig. Ungewöhnlich. Die Schärfe ist super.“ Sie hat weiterhin keine körperlichen Reaktionen.

Zum Mittagessen sieht der Salufast-Plan rote Linsen vor. Schön fruchtig sind sie, aber indifferent vom Geschmack her und wieder sehr würzig. Sie brauchen nur 5 Minuten zu quellen. Das kommt mir heute sehr gelegen, da ich den gesamten Tag in Telefonaten stecke. Tina: „Mega lecker!“ 

Die Peya-Reissuppe überrascht am Abend. Sie schmeckt leicht nach Cumin, aber stärker nach Petersilie. Im Gegensatz zu den bisherigen Gerichten ist sie weniger exotisch – eher wie Reis in Gemüsebrühe. Der Reis ist sehr knackig. Tina: „Schön salzig – genau richtig für meinen Körper.“

Tag 3: Vorfreude, die Hunger-Frage und Goldene Milch

Tina geht es immer noch gut, aber sie hat Hunger. Ich habe keinen und bis auf einen sehr leichten Kopfschmerz, geht es mir mittlerweile blendend.

Goldene Milch bei Salufast | Foto: Martina Gadiot
Goldene Milch bei Salufast | Foto: Martina Gadiot

Goldene Milch steht auch dem Speiseplan für das Frühstück. Die Idee dabei ist es, zwei Tassen à 200 ml davon herzustellen und dann zu löffeln. Den Geruch mag ich nicht, so gern ich das jetzt löffeln würde. Dieses Phänomen kenne ich aber schon vom Buchinger-Fastenwandern. Teilweise konnte ich die leichte Suppe am Abend nicht essen und habe dann darauf verzichtet. Das kommt vor. Tina geht es geschmacklich ähnlich: „Sie schmeckt nach Wasser, mit ein bisschen Schärfe“.

Tina haut das Mittagessen „nicht vom Hocker“, aber „schön fruchtig ist es“. Ich empfinde den Geschmack als sehr vielfältig: salzig, fruchtig und mit viel Biss – also Crunch. Vielleicht ist das die Erdmandel aus der Zutatenliste.

Am dritten Tag, es ist später Nachmittag, setzt bei Tina das Fastentief ein: „Momentan merke ich das Fasten übrigens krass. Mir ist flau, ich friere und bin matschig im Kopf. Ich würde mich gern hinlegen.“

Gerichte bei Salufast sind meist sehr farbenfroh - wegen der Gewürze | Foto: Martina Gadiot
Gerichte bei Salufast sind meist sehr farbenfroh – wegen der Gewürze | Foto: Martina Gadiot

Das tut sie dann doch nicht wegen ihrer Verpflichtungen. Uns beide baut dann die Yogi-Linsensuppe zum Abendessen auf: Sie ist schön breiig, schmeckt eindeutig nach roten Linsen und hat eine schöne Würze. „Bissl krümelig, aber hat insgesamt gut getan, nach dem kalorienarmen Tag.“

Tinas Lebensgeister kommen wieder, als sie auf den Speiseplan des nächsten Tages schaut. „Abends gibt es Milchreis.“ Ihr Körper verlangt offensichtlich nach Kohlenhydraten: „Heute hätte ich fast Schokolade gegessen. Ich war echt down. Aber ich habe durchgehalten!“

Ich antworte mit einem „Shakaaa.“ Denn Schokolade mit Zucker hätte den Fasteneffekt zügig unterbrochen. Wir können schon jetzt stolz auf uns sein: Unser Körper befindet sich aktuell in der sogenannten Ketose, bei der das Fett im Körper – zum Beispiel in der Bauchgegend – schmilzt, indem wir daraus Ketone produzieren. Sie dienen Muskeln, und auch dem Gehirn, nun zum größten Teil als Energielieferant. 

Gut, dass mich meine Kinder daran erinnern. Ich koche noch Nudeln mit Tomatenssauce für die Familie und will schon eine Nudel in den Mund nehmen, um sie auf Bissfestigkeit zu überprüfen. Meine Tochter erinnert mich sofort: „Das darfst du nicht – du fastest.“

Tag 4: Über den Berg, die Gewöhnungsfrage und Moon-Milchreis

Mir geht es super – nur der Magen grummelt etwas. Tina: „Mir geht es besser als gestern, aber ich bin seit 4.30 Uhr wach.“ 

Salufast Sonnencruch
Sonnencruch von Salufast | Foto: Martina Gadiot

Wir genießen zum Frühstück Sonnencrunch. Der schmeckt stark nach Sonnenblumenkernen und ist etwas schokoladig – vor allem schokoladig findet Tina – sowie fruchtig. Ich merke, dass dort ordentlich Kalorien drinstecken und das bei nur 30 g Trockengewicht! Auch etwas säuerliche Noten schmecken wir. Im Abgang ist der Sonnencrunch etwas bitter. Ich schmecke hier förmlich die verschiedenen Geschmacksrichtungen des Ayurveda.

Tina: „Aber nach gestern wäre vermutlich alles lecker gewesen. Das war wirklich ein harter Tag.“ Wir sind also über den Berg. Unsere Körper haben sich erstens tatsächlich an die doch so andere Ernährung gewöhnt und zweitens nimmt die Menge an Kalorien wieder zu. Eine schöne Gewissheit.

Das fruchtiges Dal zum Mittagessen basiert auf Roten Linsen und Mungbohnen.

Fruchtiges Dal von Salufast | Foto: Martina Gadiot
Fruchtiges Dal von Salufast | Foto: Martina Gadiot

Es schmeckt erwartungsgemäß nach Linsen und Gewürzen. Leckere Trockenfrüchte geben dem Gericht eine Süße und Säure zugleich. Relativ viele Cashew-Nüsse hat Salufast diesem Gericht verpasst, sodass auch genug Fett als Geschmacksträger darin steckt.

Passend zum Fastvollmond gibt es am Abend Moon-Milchreis. Der schmeckt sehr scharf und ziemlich stark nach Kardamom und Schokolade. „Den fand ich nicht gut. Das schokoladige war mir zu viel. Und zu viel Kurkuma“, meint Tina.

Es ist doch immer wieder interessant, wie unterschiedlich die Geschmäcker sind. Ich finde, dass der Moon-Milchreis schon eine Geschmacksexplosion war – im positiven Sinne. Unsere Geschmacksknospen sind aber sicherlich gerade auch besonders sensibel.

Tag 5: Quasi-Ayurveda-Versteher, die Ritual-Frage und Yacon-Crunch

Tina geht es „ganz ok“. Sie hat keinen Hunger. Genauso fühle ich mich heute. Ich freue mich so richtig auf das Glas heißes Wasser. Das Ritual tut seine Wirkung.

Yacon Crunch sieht schon im trockenen Zustand sehr lecker aus. Es wird unser Frühstück.

Yacon Crunch von Salufast im getrockneten Zustand | Foto: Martina Gadiot
Yacon Crunch von Salufast im getrockneten Zustand | Foto: Martina Gadiot

Es schmeckt nussig und nach Weizenkleie und Weizenkeimen. Durch die Paranüsse ist es kernig. Das Frühstück ist kaum süß, aber dafür hat es viel Zimt-Aroma.

Salufast Yacon Crunch mit heißem Wasser zubereitet | Foto: Martina Gadiot
Salufast Yacon Crunch mit heißem Wasser zubereitet | Foto: Martina Gadiot

Geschmacklich ist das Gericht in Ordnung. Wir vermissen als Quasi-Ayurveda-Versteher die scharfe und salzige Note.

Sattva Curry steht beim Mittagessen auf dem Essensplan. Das schmeckt sehr süß durch die Süßkartoffel und hat eine harte Konsistenz, die von den Mandeln kommt. Der Kurkuma-Geschmack ist dominant.

Sattes Curry mit starkem Kurkuma-Geschmack | Foto: Martina Gadiot
Sattes Curry mit starkem Kurkuma-Geschmack | Foto: Martina Gadiot

Mittlerweile freuen Tina und ich uns schon sehr auf normale Nahrung, die nicht getrocknet ist. Etwas Frisches verlangt unser Körper.

Aber das letzte Gericht am Abend schmeckt dennoch: süßlich und etwas sauer. Eine Kokosnote hat es im Abgang. Zum Beißen sind Kürbiskerne dabei. Wieder sehr würzig ist unser beider Meinung.

Und ja, wir haben es geschafft. Geschafft und müde geht es ins Bett – mit Vorfreude auf den Aufbautag.

Salufast Aufbautag zur stufenweisen Kalorienerhöhung

Tina und mir geht es richtig gut nach dem Aufstehen. Mein Witz, jetzt einfach nochmals fünf Tage zu Fasten, kommt aber dennoch schlecht an. Wir bereiten Grießbrei nach Rezept zu. Der ist extrem lecker und schön cremig. Das liegt am Kokos-Fett und dem Butterschmalz. Das ist eine Fettkombination, die wir in Zukunft häufiger in Gerichten nutzen wollen.

Hintergrund von Salufast

Hinter dem Fastenprogramm von Salufast steht ein bekannter Professor – Andreas Michalsen, der an der Berliner Charité zahlreiche Studien zum Fasten durchgeführt und viele Patienten mit dem Mittel des Nahrungsentzugs behandelt hat. Mit dem kommerziellen Produkt Salufast geht es nun eher in Richtung Scheinfasten, bei dem geringe Mengen Nahrung und Nährstoffe aufgenommen werden dürfen. Prof. Michalsen ist im Team für die Produktentwicklung von Salufast zuständig. Ein weiterer Mediziner – Dr. med. Nicolas Gros – ist Geschäftsführer des Unternehmens. Er war davor als Arzt für Naturheilkunde tätig.

Was unterscheidet Scheinfasten vom Fasten?

Fasten ist normalerweise eine Praxis, bei der man auf Essen oder Getränke verzichtet, um den Körper zu reinigen und zu entgiften. Es gibt verschiedene Arten des Fastens, darunter Intervallfasten, Wasserfasten und Buchingerfasten. Beim klassischen Fasten verzichtest du für einen bestimmten Zeitraum vollständig auf feste Nahrung und nimmst stattdessen nur Wasser und Tee zu dir.

Im Gegensatz dazu bezieht sich Scheinfasten auf eine Art des Fastens, bei der man eingeschränkt isst, aber trotzdem ausreichend Nährstoffe aufnimmt, um den Körper mit Energie zu versorgen. Diese Methode ist weniger radikal als klassische Fastenmethoden und kann für manche Menschen eine gute Option sein, wenn sie ihre Ernährung umstellen und ihre Gesundheit verbessern möchten. Scheinfasten ermöglicht es einem, Lebensmittel zu reduzieren oder zu vermeiden, während man gleichzeitig ausreichend Nährstoffe zu sich nimmt, um den Körper zu unterstützen.

Was ist Ayurveda?

Bei der von uns getesteten Variante von Salufast sind Elemente des Ayurveda enthalten. Ayurveda ist eine jahrtausendealte indische Heilkunst, die auf einer ganzheitlichen Sichtweise auf Gesundheit und Wohlbefinden basiert. Sie betrachtet den Menschen als ein einzigartiges Wesen, das aus Körper, Geist und Seele besteht, und sieht die Gesundheit als das Gleichgewicht dieser drei Bereiche.

Im Ayurveda wird angenommen, dass jeder Mensch eine unterschiedliche Kombination aus drei Doshas hat, die die körperlichen und geistigen Eigenschaften bestimmen: Vata, Pitta und Kapha. Jedes Dosha ist für bestimmte Funktionen im Körper verantwortlich und beeinflusst auch die Art und Weise, wie wir denken, fühlen und handeln.

Das Ziel des Ayurveda ist es, das natürliche Gleichgewicht der Doshas wiederherzustellen und zu erhalten, um eine optimale Gesundheit und ein Wohlbefinden zu erreichen. Dazu gehören Maßnahmen wie eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, Entspannung und Stressmanagement sowie die Verwendung von Kräutern und Heilpflanzen.

Wie jedoch schon in unserem Erfahrungsbericht erwähnt, kann die Ayurveda-Variante auch überfordern, insbesondere dann, wenn du während einer stressigen Arbeitswoche damit fasten möchtest. Uns hat der erste Kontakt mit Ölziehen und Ayurvedischen Speisen aber andererseits auch sehr gefallen.

Salufast Erfahrungen und Testergebnis

Das Salufast-Programm mit den 5-Tage-Fastenboxen ist eine gute Möglichkeit zu Fasten, ohne komplett auf Nahrung zu verzichten. Es ist zu erkennen, dass das Produkt wohl entwickelt ist und auf den Erfahrungen von Prof. Michalsen – einer Koryphäe in Deutschland bei der Wissenschaft um das Fasten – aufbaut. Wir hatten während der Challenge ähnliche Fasteneffekte wie bei anderen Scheinfasten-Produkten oder wie beim Buchingerfasten. Praktisch ist, dass sämtliche Gerichte nur mit heißem Wasser aufzugießen sind, um sie zu sich zu nehmen. Das spart Zeit und macht es möglich, auch im Alltag Salufast zu integrieren. Außerdem fanden wir die App gut, gerade für diejenigen, die noch nie gefastet haben. Sie bekommen ein gute Anleitung mit Infos und Videos zum Ablauf und was im Körper während der 5 Tage passiert. Allerdings hätten wir uns noch mehr Hintergrundinformationen zum Fasten und Ayurveda in der App gewünscht. Hier ist der Hersteller gefragt, solche Infos peut-a-peut ins Online-Magazin aufzunehmen.

Salufast ist in der Ayurveda-Variante für alle geeignet, die etwas mehr Zeit für die Themen Fasten sowie Ayurveda mitbringen, aber dennoch schnelle und würzige Gerichte mit Ingwer essen wollen. Wer die positiven Effekte des Fastens trotz Nahrungsaufnahme erleben möchte und weniger Zeit hat, ist mit den Standardboxen von Salufast besser beraten.

Update zu Salufast: Einführung der Gelenk+ Box

Salufast hat gerade sein Angebot um ein neues Produkt erweitert, die Gelenk+ Box, die darauf abzielt, die Gelenkgesundheit ganzheitlich zu unterstützen. Diese Box ist eine Ergänzung zum bestehenden Fastenprogramm. Sie lässt sich aber unabhängig von einem Fastenvorhaben nutzen. Die Gelenk+ Box bietet eine 14-tägige Versorgung mit verschiedenen Nahrungsergänzungsmitteln: 30 Weihrauch-Curcuma Kapseln, 125 g Bio-Hagebuttenpulver und 100 ml Omega+, ein Produkt, das mit essenziellen Fettsäuren angereichert ist.

Darüber hinaus bietet die Gelenk+ Box den Nutzern Zugang zum Gelenk+ Programm innerhalb der Salufast App. Dieses Programm umfasst regelmäßige Workouts, Fitness- und Dehnübungen sowie gesunde Rezepte, die von einer renommierten Präventionstrainerin entwickelt wurden. Ziel ist es, Nutzer und Nutzerinnen in ihrer Gelenkgesundheit zu unterstützen und zu einer Verbesserung der Beweglichkeit und des Wohlbefindens beizutragen.

Salufast kaufen

Das Fastenprogramm ist im Salufast Shop zu bestellen. Dabei kostet die 5 Tage Fastenbox mit Ayurveda 149 EUR und damit nur 10 EUR mehr als die Standardbox für 139 EUR, die in zwei Varianten erhältlich ist. Darüber hinaus bietet der Shop weitere Produkte, die insbesondere Intervallfasten unterstützen sollen, darunter Bitterspray, Kürbissuppe und Fastentee sowie die neue Gelenk+ Box.

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2 Antworten

  1. Hallo, ihr zwei,

    Und was war jetzt die Gewichtsabnahme? Oder habe ich das überlesen?

    Ich finde eure Fastenberichte interessant, aber mir fehlt hier die finanzielle Betrachtung.
    Insgesamt habt ihr -auch bei anderen Empfehlungen- sehr teure Boxen ausgesucht, das ist nicht für jeden machbar.
    Vielleicht habt ihr ja mal eine Variante, die sich auch der Normalmensch leisten kann.
    Ich vermute, ihr bekommt als Journalisten die Boxen umsonst.

    Viele Grüße,
    Viola

  2. Hallo Viola,

    ja wir haben Gewicht verloren. Bei mit waren es etwa 2 kg – gemessen nach ein paar Tagen nach dem Fasten. Ähnlichen Gewichtsverlust kenne ich auch vom Buchingerfasten.

    Ich denke gerade an eine Variante für Normalmenschen. Soviel sei schon mal verraten: Wir haben Scheinfasten ohne Fastenboxen ausprobiert und es war auch ähnliche effizient. Jetzt muss es nur noch alltagstauglich gestaltet werden;)
    Viele Grüße,
    Christian

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