Sentia-Test: So schmeckt und wirkt der Alkoholersatz
Botanical Tech by Gaba Labs ist in Sentia enthalten. Sentia ist die erste Spirituose ohne Alkohol, die aber eine ähnliche Wirkung auf den Körper haben soll. Wir haben sie getestet.
Alkohol ist Freund und Feind zugleich
Wer die Science Fiction-Abenteuer von Raumschiff Enterprise kennt, kennt vielleicht auch Synthethol. Für die Flugtauglichkeit der Besatzung hat dieser Stoff zwar denselben Geschmack wie Alkohol, aber keine berauschende Wirkung mehr. Wäre der Austauschstoff Realität, würden viele Menschen auf der Welt vermutlich weniger Bier, Wein und Schnaps zu sich nehmen. Denn der starke Wunsch, Alkohol zu trinken, hat mit der berauschenden Wirkung auf Körper und Geist zu tun.
Allerdings gibt es auch eine Kehrseite der Medaille. Alkohol kann zwar entspannend, enthemmend und erheiternd wirken, doch ist er gleichzeitig eine gefährliche Droge. An ihr starben laut Weltgesundheitsorganisation im Jahr 2016 insgesamt drei Millionen Menschen weltweit. Das entspricht 5,3 Prozent aller Todesfälle. Alkohol tötet also doppelt so viele Menschen, wie im Straßenverkehr sterben. Dazu kommen noch enorme volkswirtschaftliche Schäden durch Krankheiten sowie starke psychische Probleme bei Alkoholabhängigen und ihren Familien und Freunden. Wäre es da nicht schön, wenn es eine Spirituose gäbe, die ebenfalls auf Körper und Geist wirkt – jedoch ohne die Schäden zu verursachen?
David Nutt: Vom Aufklärer zum Erfinder
Genau diese Überlegung hatte auch David John Nutt, britischer Psychiater und Psychopharmakologe. Er ist bekannt durch seine wissenschaftlichen Aussagen zu körperlichen und psychischen Risiken von Drogen – darunter Alkohol. Als Drogenbeauftragter der britischen Regierung behauptete er, Alkohol sei gefährlicher als LSD. Aufgrund dieser Aussage wurde er entlassen.
Nutt war sich bewusst, dass Menschen immer Drogen zu sich nehmen würden. Bei der Droge Alkohol kommt aber noch hinzu, dass sie quasi immer und überall verfügbar ist. Und auch die Politik duldet und hofiert sogar wegen Steuereinnahmen oder Traditionen Herstellung und Verkauf von Bier, Wein und Hochprozentigem. Daher war spätestens der Rauswurf als Drogenbeauftragter für ihn ein Grund, einen etwas anderen Weg zu beschreiten: Vom Aufklärer über die Gefährlichkeit von Drogen zum Entwickler von harmlosen Drogen. Sein Motto: keine neue Prohibition, sondern Alkohol-Ersatz.
Von Alcarelle zur ersten botanischen Spirituose
Ende 2016 gründet Nutt das Start-up Alcarelle, in das sein Know-How einfließt. Er hat als Psychopharmakologe Formeln für Substanzen gesammelt und entwickelt, die eine ähnliche Wirkung wie Alkohol haben, allerdings viel unschädlicher sein sollen. Die Kombination der Substanzen könnte die Gesamtwirkung von Alkohol nachbilden, so zum Beispiel Witzigkeit, Leichtigkeit, Schläfrigkeit, Schwere und Beredsamkeit. Zudem meint er, für jeden Stoff aus der Natur ein Gegenmittel parat zu haben, das die jeweilige Wirkung beenden kann. Besiegt wären nicht nur der individuelle Kater am Morgen danach, sondern auch der gesamtgesellschaftliche Schaden an der Gesundheit.

Das Ziel von Alcarelle ist ein ambitioniertes: ein Produkt zu entwickeln, das „besser als Alkohol“ ist. Menschen sollen alle Vorteile von Alkohol genießen, aber ohne Ethanol trinken zu müssen. Es folgen Jahre der Forschung. Anfang 2021 benennt sich die Firma in Gaba Labs um und möchte mit diesem Schritt auch mit konkreten Produkten Umsätze generieren. Dazu gründet Gaba Labs eine Tochterfirma namens The Social Drinks Company (TSDC), die die ersten Getränke für den Massenmarkt herausbringen soll. Die Arbeitsteilung dabei: Gaba Labs entwickelt den geheimen Alkoholersatz, der aktuell „ABI – Active Botanical Ingredients“ heißt. Diesen lizensiert TSDC dann für sein Produkt. Sentia ist also der erste verfügbare Drink mit einem Alkoholersatz.
Inhaltsstoffe von Sentia und Zubereitung
Die aktiven botanischen Inhaltsstoffe werden etwas nebulös auf der Flasche angegeben: Pflanzenbestandteile aus dem indischen Ayurveda, der westlichen und traditionell chinesischen Medizin sind enthalten. Dabei soll der Geschmack erinnern an süße berauschende Aromen und an kräftig-bittere Gewürznoten.

Neben der geheimen Gaba Labs-Mischung sind laut Etikett folgende Bestandteile enthalten:
- Gefiltertes Wasser
- Blauberren- und Aroniabeeren-Konzentrat
- Agave
- Hibiskus-Tee
- Pflanzen- und Gewürzextrakte, darunter Damiana (gehört zu den Safranmalven), Rose, Weißdorn, Tulsi (indischer Basilikum), Enzian und 5-Hydroxytryptophan (5-HTP)
- Säure: Zitronensäure & Apfelsäure
Einige bekannte Inhaltsstoffe sind bei dem Mix dabei, andere wie Damiana, Tulsi und vor allem 5-HTP dürften Nicht-Pharmakologen eher unbekannt sein. Dem Stoff L-5-Hydroxytryptophan wird eine vor allem stimmungsaufhellende und beruhigende Wirkung nachgesagt. Er kommt zum Beispiel in der afrikanischen Schwarzbohne natürlich vor. In einer Studie an Ratten konnte nach Einnahme des Stoffs eine Verminderung der Angst vor offenen Flächen festgestellt werden. Wissenschaftler nehmen an, dass sich auch bei Menschen damit übermäßige oder krankhafte Ängste behandeln lassen.
Etwas weniger Effekt verspricht das Flaschenetikett nach dem Genuss von Sentia. Einstellen sollen sich:
- Leichtigkeit,
- Entspanntheit
- Geselligkeit
Dafür sollte die Flache geschüttelt werden, um die wirksamen Pflanzenstoffe zum Zirkulieren zu bringen. 25 ml Sentia sind auf Eis zu genießen, mit einem Mischgetränk wie Tonic oder in einem Cocktail. Für Personen unter 18 Jahren und für Schwangere wird Sentia nicht empfohlen.
Der Geschmack von Sentia Red (Original-Version)
Wir gießen jeweils 25 ml leicht gekühltes Sentia in Gläser vorerst ohne Eis. Die Flüssigkeit sieht ähnlich wie ein dunkler ungefilterter Beerensaft oder Traubensaft aus. Mit einer Scheibe Zitrone garniert, wirkt die erste alkoholfreie Spirituose optisch schon sehr ansprechend.
Wir schnuppern am Pflanzendrink: Er riecht nach Männerparfüm oder Parfüm der Marke Rituals. Dabei sticht eine deutliche süßliche Note heraus, die gleichzeitig holzig-herb duftet. Zimt- und Weihrauch-Assoziationen treten auf. Auch Erinnerungen an schweren Magnolien- und Rosenduft kann ein Testtrinker feststellen. Der Geruch ist auf jeden Fall sehr schwer und blumig.
Gespannt sind wir auf den ersten Schluck. Wow, der ist extrem intensiv: Zedernholz, ein Kräuter-Potpourri, bitter und auch eine ordentliche Schärfe sind zu spüren. Aber ist das wirklich Schärfe? Es ist eher dieses starke Gefühl wie beim ersten Schluck von Alkohol. Der schwere Geschmack bleibt lange im Mund.
Wir folgen der Handlungsanweisung auf der Flasche und probieren etwas Sentia auf Eis. Der Geschmack entwickelt sich nun etwas langsamer, bleibt sonst aber gleich. Gut schmeckt uns Sentia bisher nicht. Aber purer Alkohol ist auch ungenießbar. Geben wir dem Getränk eine Chance und verdünnen es.
Zuerst ist Tonic Water an der Reihe. Und ja, das ist etwas völlig anderes: Von Wacholder, Grapefruit, Tannenspitzen reichen die Vorstellungen bis zu Sanbitter (Aperitif ohne Alkohol). Das ist auf jeden Fall eine leckere Kombination aus Süße und Bitterkeit, immer noch blumig, aber viel dezenter und nicht mehr so „scharf“. So lässt sich der Drink genießen.
Weiter geht der Test mit einem anderen Mixer-Klassiker – Bitter-Lemon: Das Getränk garnieren wir diesmal mit einer Limone. Wir schmecken wieder Grapefruit und andere Zitrusnoten. Jetzt sind der pure Sentia-Geruch und Geschmack noch dezenter versteckt – nur die herbe Sentia-Note bleibt. Wir schmecken eine feine Süße, Fruchtigkeit und Frische.
Serviertipp Red: 25 ml auf Eis mit Tonic Water oder Bitter Lemon aufgießen und mit einer Zitronenscheibe garnieren. So entfaltet sich die herb-blumige Note am besten, ohne zu dominant zu werden.
Die Wirkung von Sentia Red (Original-Variante) Botanical Tech by Gaba Labs
Während der ersten 10 bis 15 Minuten bleibt dieses warm-prickelnde Gefühl in Mund und in der Speiseröhre. Das fühlt sich zwar anders an als bei Alkohol, erinnert aber daran. Ein leichte Müdigkeit tritt ein. Das könnte auch Entspannung sein. Die Muskeln und die Zunge scheinen sich zu lockern. Gleichzeitig fühlen wir uns leicht aufgeputscht und dem Alltag entrückt.
Ein wenig ist nach 15 Minuten das Gefühl wie bei Alkohol da: In Watte gepackt ist alles wie gehabt wahrzunehmen, aber es ist nicht mehr ganz so wichtig. Ruhe und Wohlsein kehren ein. Dennoch können wir unseren Herzschlag stärker als sonst wahrnehmen.

Bei etwa 100 ml belassen wir es pro Person bei diesem Test. Die Wirkung ist nach etwa 25-30 Minuten verschwunden. Müde fühlen wir uns dennoch und gehen früh schlafen. Ob das Sentia zuzuschreiben ist? Der Schlaf ist diese Nacht sehr tief, die Träume aber sind intensiver und hallen länger nach als sonst.
Red ist für uns das Sentia für den ruhigen Feierabend – vergleichbar mit dem Gefühl, sich abends ein Glas Rotwein einzuschenken. Nicht um betrunken zu werden, sondern um bewusst den Übergang vom Arbeitstag in den Abend zu markieren.
Die neuen Sentia-Varianten im Test
Seit unserem ersten Test hat Sentia das Sortiment auf drei spezialisierte Varianten erweitert. Unsere ursprünglich getestete Variante wird nun als Sentia Red vermarktet und zielt auf Entspannung und romantische Momente ab.

Die beiden neuen Varianten bedienen andere Stimmungslagen:
- Sentia Red (Original): Entspannung und romantische Momente
- Sentia Gold: Geselligkeit und Wärme
- Sentia Black: Anregende Unterhaltung und Party-Starter
Alle drei Varianten basieren auf gemeinsamen Inhaltsstoffen wie Süßholz, Ginkgo und adaptogenen Pflanzen wie Ashwagandha oder Rhodiola, unterscheiden sich aber in ihrer spezifischen Zusammensetzung für die jeweilige Wirkungsausrichtung.
Alle drei Sentia-Varianten im Vergleich
| Sentia Red | Sentia Gold | Sentia Black | |
|---|---|---|---|
| Stimmung | Entspannung | Geselligkeit | Anregend |
| Geschmack | Blumig-schwer, Zedernholz | Zitrus-würzig, leicht bitter | Bitter-holzig, rauchig, wurzelig |
| Erinnert an | Kräuterlikör, Rituals-Parfüm | Gin Tonic, Wacholder | Cynar, Jägermeister, Underberg |
| Wirkung | Beruhigend, entrückend | Leicht wärmend | Aufputschend, leicht euphorisch |
| Am besten mit | Tonic Water, Bitter Lemon | Tonic, Sprudel + Limette | Cola, Bitter Lemon, Limonade |
| Passt zu | Ruhiger Abend, Date Night | Gesellige Runde | Feierabend, Party |
Sentia Gold im Test
Nach unserer positiven Erfahrung mit Sentia Red wollten wir wissen, wie sich die „gesellige“ Variante schlägt. Sentia Gold enthält einen GABA Labs Aqueous Herbal Extract aus 13 verschiedenen Pflanzen: Ashwagandha, Eleuthero, Schisandra, Kamille, Ginseng, Hopfen, Rhodiola, Damiana, Weißdorn, Gotu Kola, Melisse, Ginkgo und Süßholz.



Aussehen und Konsistenz: Im Vergleich zu Red ist die Konsistenz deutlich flüssiger – etwa wie Orangensaft. Die pfirsichsaftähnliche Farbe wirkt heller und einladender als das dunkle Red.
Geschmack: Pur getrunken überrascht Gold mit Assoziationen von Zitrus-Seife und Wacholder, begleitet von würziger Schärfe. Der Grundton ist bitter mit leichter Süße – insgesamt weniger schwer als Red. Mit Tonic Water oder Sprudel plus Limette entfaltet Gold sein Potenzial: Die Schärfe wird gemildert, während frische Zitrusnoten angenehm hervortreten.
Serviertipp Gold: 25 ml mit Sprudel und einem Spritzer frischer Limette. Das bringt die Zitrusnoten hervor und macht Gold zum perfekten leichten Aperitif.

Wirkung: Die für Sentia typische alkoholähnliche Schärfe beim Trinken ist auch bei Gold präsent. Wir nahmen eine leichte Beruhigung des Körpers wahr, begleitet von einer angenehmen Wärme – tatsächlich passend zur beworbenen „Geselligkeit und Wärme“. Die Wirkung fühlte sich etwas leichter und weniger „entrückend“ an als bei Red. Die Dauer lag bei etwa 15-20 Minuten, wobei die individuelle Wahrnehmung stark variierte: Während eine Testperson die beschriebenen Effekte deutlich spürte, nahm die andere kaum etwas wahr.
Gold ist die zugänglichste Variante für Sentia-Neulinge: Der Geschmack ist weniger intensiv als bei Red oder Black, und die leichte Wärme fühlt sich an wie der erste Schluck eines Aperols an einem Sommerabend. Für einen geselligen Abend mit Freunden, bei dem man nicht erklären möchte, warum man keinen Alkohol trinkt, ist Gold eine dezente Wahl.
Sentia Black im Test
Als letzte Variante nehmen wir uns Sentia Black vor – den „Party-Starter“ im Sortiment. Während Red auf Entspannung und Gold auf Geselligkeit setzt, verspricht Black anregende Unterhaltung. Und so viel vorweg: Black ist die intensivste aller drei Varianten und kommt dem Gefühl von echtem Alkohol am nächsten.



Aussehen und Konsistenz: Der Name täuscht etwas – Sentia Black ist nicht wirklich schwarz, sondern dunkelbraun. Aufgegossen mit Mineralwasser erinnert die Farbe an aufgelöste Lakritze oder eine milchige Cola. Die Konsistenz ist vergleichbar mit den anderen Varianten.
Geruch: Schon beim Riechen wird klar: Black ist eine andere Liga. Deutlich holzig, fast wie Sandelholz. Dazu eine fruchtige Note, die entfernt an Sentia Red erinnert, und eine fast schon zimtige Nuance. Im Bouquet mischen sich Süße und Herbe – ein komplexer, vielschichtiger Duft.
Geschmack: Der erste Schluck erinnert verblüffend an Cynar – den italienischen Bitter-Aperitif auf Artischockenbasis. Da ist dieses Extraktige, Wurzelige, als wäre eine Wurzel ausgepresst worden. Gleichzeitig schwingt eine blumige Note mit und im Abgang eine deutliche Schärfe. Ein dezenter Lakritzgeschmack ist zu schmecken – angenehm auch für Menschen, die Lakritze eigentlich nicht mögen. Dazu rauchige, harzige Noten, fast wie bei einem harzigen Baum. Sentia Black ist damit viel intensiver als Red oder Gold.

Wie bei jedem guten Bitter gibt es anfangs eine leicht medizinische Note – vergleichbar mit Jägermeister, Underberg oder anderen Kräuterbitter. Und genau das macht die Qualität aus: Wer diese Welt der alkoholischen Bitter kennt und schätzt, fühlt sich bei Sentia Black sofort zuhause.
Mixen – hier zeigt Black sein Potenzial: Pur mit Mineralwasser ist Sentia Black trinkbar, aber es fehlt etwas. Black braucht einen süßen und sauren Gegenpart. Die Lösung: Cola. Was zunächst ungewöhnlich klingt, entpuppt sich als Geschmacksexplosion. Das Erdige, Extraktige trifft auf die erfrischende Süße der Cola – vergleichbar mit einem Jägermeister-Cola, nur eben ohne Alkohol. Auch Bitter Lemon oder Limonade funktionieren hervorragend. Kohlensäure ist bei Black ein Muss – ohne Prickeln fehlt dem Drink eine entscheidende Dimension.
Serviertipp Black: 25-40 ml mit Cola oder Bitter Lemon auf Eis – unbedingt mit Kohlensäure servieren, das Prickeln macht den Drink komplett. Wer es intensiver mag, kann die Dosis auf 40 ml erhöhen.
Abgang: Bemerkenswert lang. Nach etwa 4 cl ist die Schärfe auch eine Minute nach dem letzten Schluck noch im Rachenraum spürbar – fast so, als hätte man einen Schnaps getrunken und das Brennen klingt langsam ab. Genau das macht einen großen Teil der Alkohol-Illusion aus und hebt Black von den anderen Varianten ab.
Wirkung: Und hier die größte Überraschung: Während Sentia Red beruhigend wirkt – vergleichbar mit dem entspannenden Gefühl eines Glases Rotwein – geht Sentia Black in die komplett entgegengesetzte Richtung. Die Wirkung ist eher aufputschend und stimulierend. Fast schon ein leicht euphorisches Gefühl, das an eine angenehme Beschwipstheit erinnert. Perfekt, um aktiv in den Feierabend oder ins Wochenende zu starten. Als Partygetränk könnten wir uns Black ebenfalls sehr gut vorstellen.
Damit bietet Sentia mit Red und Black zwei grundverschiedene Wirkungsrichtungen an: Red zum Runterkommen, Black zum Aufleben.
Fazit
Mit der Erweiterung auf drei Varianten zeigt Sentia, dass sich die botanische Spirituose weiterentwickelt. Sentia ist tatsächlich eine Spirituose in dem Sinne, dass sie nur in Cocktails oder mit Tonic Water und Co gut schmeckt. Dennoch hinkt der Vergleich mit Alkohol. Das ist ähnlich wie bei pflanzlichem Fleischersatz. Anfangs haben die ersten Produkte kaum wie ihr Original geschmeckt. Aber mittlerweile sind sie qua Textur und Geschmack viel besser. Das gilt so ähnlich für Sentia. Es ist das erste Produkt des Unternehmens für den Massenmarkt. Wir schätzen die Strategie der Firma so ein, dass erst mal die Akzeptanz beim Kunden hinsichtlich Geschmack und Wirkung im Vordergrund steht. Dann wird nachgesteuert.
Geschmacklich ist Sentia als Mischgetränk eine gute Alternative zu einem Feierabend-Getränk. Auch als Aperitif in geselliger Runde können wir uns die pflanzliche Spirituose gut vorstellen. Beim Effekt auf Körper und Geist ist zwar noch Luft nach oben. Aber dennoch: Wir haben eine deutliche Wirkung gespürt – Placebo-Effekt hin oder her.
Besonders überzeugt hat uns im erweiterten Test Sentia Black: Die Intensität, der lange Abgang und die Schärfe kommen dem Mundgefühl von echtem Alkohol am nächsten. In Kombination mit Cola ist Black vielleicht die beste alkoholfreie Alternative zu einem Kräuterbitter, die wir je probiert haben. Wer die Welt von Cynar, Jägermeister oder Underberg kennt, sollte Black unbedingt ausprobieren.
Unser Tipp für den Einstieg: Sentia Red für den ruhigen Abend, Sentia Black für Feierabend und Party. Gold liegt dazwischen und eignet sich für gesellige Runden. Drei Stimmungen, drei Flaschen – und kein Kater am nächsten Morgen.
Sentia kaufen: Unsere Empfehlung
Unser Favorit ist Sentia Black – wer Kräuterbitter mag, wird Black lieben. Sentia Red empfehlen wir für ruhige Abende, Sentia Gold für alle, die es milder und geselliger mögen.
Umgerechnet auf den einzelnen Drink kostet Sentia etwa 3 bis 3,50 Euro – günstiger als ein Cocktail in der Bar. Wer verschiedene Varianten ausprobieren möchte, fährt mit dem Komplett-Set (alle drei Sorten für 99 Euro) oder einem 2er-Bundle am besten.
Praktisch: Sentia liefert mittlerweile aus einem europäischen Lager – kein teurer UK-Import, keine Zollgebühren und schnelle Lieferung. Alle Varianten und Bundles gibt es im offiziellen Sentia Shop.
Sentia in Deutschland bestellen ist also unkompliziert: Einfach im Shop die gewünschte Variante wählen, und der GABA-Drink kommt innerhalb weniger Tage an. Auch nach Österreich und in die Schweiz wird geliefert. Im stationären Handel ist Sentia bisher leider nicht erhältlich.





Vielen Dank für den Bericht. Als ehemaliger Patient, der 5-HTP zu Therapiezwecken eingenommen hat, kann ich noch etwas wichtiges hinzufügen. 5-HTP kann und wurde bis in die 80er als gängiges Antidepressivum verschrieben und war lange in Apotheken erhältlich und in der Psychiatrie verbreitet. 5-HTP ist eine Art direkte Vorstufe von Serotonin und wird im Körper relativ flott in dieses verstoffwechselt, anders aber als bei ‚entfernteren‘ Vorstufen von Serotonin wie zB L-Tryptophan kann es bei 5-HTP viel schneller zum sogenannten Serotoninsyndrom kommen. Das ist eine Art Seretonin-Überdosis. Das war bei mir damals auch der Fall und kann sehr unangenehm sein. Ich würde daher vom regelmässigen Konsum von 5-HTP-haltigen Mitteln als gesunder Mensch abraten. Es ist kein Nebenwirkungsfreies Produkt und kann mit MAO-hemmern in Wechselwirkung treten, wodurch noch schneller Nebenwirkungen eintreten können. Ich bin kein Arzt oder Pharmakologe, aber habe all das in der Zeit meiner Therapie selbst über die Substanz gelernt. Liebe Grüsse, Josh!
Wenn man MAO Hemmer nimmt sollte man sicher vorsichtig sein, Alkohol sollte man aber sicher auch vermeiden, wie alle anderen Drogen sicher auch.
Tolles Projekt mit Vision für eine bessere Zukunft. Ich werd’s auf jeden Fall probieren!
„Ob das Sentia zuzuschreiben ist?“
Wie wäre es mit einem Doppel-blind Versuch um das herauszufinden??