Kampagne „Halbzeitvegetarier“ macht Lust auf Gemüseküche

Fleischesser haben es nicht leicht ihrem Genuss zu frönen. Zunehmend wächst das schlechte Gewissen: durch Fleischskandale, Berichte über Tiermisshandlungen in der Produktion – wie beim Geflügelkonzern Wiesenhof – oder durch Vegetarier, die lautstark ihre Lebensweise als die einzig richtige darstellen. Internetseiten wie „Fleischfresser sind Mörder“ führen möglicherweise sogar zum gegenteiligen Verhalten und lassen weltoffene Gourmets erst recht zum Steak greifen. Die Kampagne „Halbzeitvegetarier“ hält nichts von Dogmen und möchte statt Fleischverzicht lieber die offene Auseinandersetzung mit gesunder und nachhaltiger Ernährung anregen. Die Idee dabei ist es, dass zwei Menschen sich zusammentun und gemeinsam weniger Fleisch essen. „Zwei halbe Vegetarier sind auch ein ganzer“ lautet daher das Motto der Initiatoren.Wie das geht, zeigt die Kampagnenseite www.halbzeitvegetarier.de und hilft auch im ersten Schritt bei der Suche nach einem Partner, der ebenfalls das „Experiment“ eingehen möchte weniger Fleisch zu essen.

Das Tandemprinzip für weniger Fleisch

Die Tandems können sich dann austauschen und darüber sprechen, warum es erstrebenswert ist, Halbzeitvegetarier zu werden und auf was man verzichten könnte. Dann geht es daran den Fleischkonsum gemeinsam zu reduzieren. Dabei hilft der Austausch auf Facebook mit andern Halbzeitvegetariern und vor allem der downloadbare Wochenplan, der Überblick darüber verschafft, wann was gegessen wurde. Impulse bekommt das Tandem durch Blogbeiträge zu Veggie-Rezepten und Buchempfehlungen sowie Videointerviews mit anderen Tandems, die über ihre Erfahrungen berichten.

zukunftsessen.de sprach mit der Initiatorin der Kampagne:

CO2-Rechner und Argumente frei Haus

Ein wenig erinnert die Kampagne an Ratgeberbücher, mit denen Raucher sich selbst von der Zigarette entwöhnen sollen. Zwar ist Fleisch kein Suchtmittel, allerdings wird es oft selbstverständlich verzehrt, ohne noch darüber nachzudenken, was der Konsum für Auswirkungen beispielsweise auf die Umwelt hat. Auch hier sensibilisiert die Seite mit einem CO2-Rechner und Kurzargumenten für die verstärkt vegetarische Lebensweise. Ein charmanter Ansatz meinen wir, von dem sich sowohl dogmatische Vegetarier als auch Fleischesser inspirieren lassen könnten. Den Autor dieses Textes hat die Kampagne auf jeden Fall überzeugt. Er tritt für einen Monat den Selbstversuch an.

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