Insekten als Lebensmittel haben noch immer den Geschmack des Exotischen. Niemand auf dem europäischen Kontinent scheint bisher ernsthaft daran zu denken, sie tatsächlich in den wöchentlichen Speiseplan oder in die Nahrungskette zu integrieren. Doch jetzt legen die Schweizer vor. Das Luzerner Unternehmen will das wirtschaftliche Potenzial der Krabbeltiere ausschöpfen und züchtet Heuschrecken, Grillen, Fliegen und Maden. Warum?

Urs Fanger, Geschäftsführer der Firma Etomos AG, sieht eine “große Zukunft” für die wirtschaftliche Verwertung von Insekten. Momentan liefert das Unternehmen seine Lebendprodukte an die größten Schweizer Zoos, Tierhandlungen und Privatkunden zur Reptilienfütterung. Bald sollen auch andere Abnehmer folgen. Momentan beteiligt sich Entomos an einem Projekt des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL), um Insektenprotein zur Fischzucht zu verwenden. Statt Fischmehl käme dann ökologisches “Madenfutter” in den Teich und indirekt auf die Teller der Verbraucher.

Offensichtlich fragen auch immer mehr Restaurants und Privatpersonen nach ein paar summenden Leckerbissen. Daher denkt der Geschäftsführer der Firma über eine entsprechende Produktion nach. Allerdings seien momentan die bürokratischen Hürden noch zu hoch. Daher wird es kurzfristig keine Insektenlieferungen von den Eidgenossen geben. Während in Europa bisher kaum Heuschrecken und Maden verzehrt werden, sind sie zum Beispiel in Asien ein beliebter Snack, den Straßenhändler verkaufen.

Quelle: http://www.gabot.de/index.php/News-Details/52/0/?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=215643&tx_ttnews%5BbackPid%5D=1&cHash=07e08c659c