Stadt fördert Vegetarier

Viele Menschen haben sich der vegetarischen Ernährung verpflichtet. Jetzt propagiert eine Stadt in der Schweiz diese Lebensweise. Wintherthur bietet am Dienstag, 14. September fleischlose Menüs an. Grund dafür ist der sogenannte „Klima-Zmittag“ 2010 den der WWF Schweiz ausgerufen hat. Fünf Alterszentren beteiligen sich an der Aktion, die gesamte schulergänzenden Betreuung wie Kinderhorte sowie das Restaurant Römerpark, das Ausbildungsrestaurant der Koordinationsstelle für Arbeitsprojekte. Auf diese Weise erhofft sich die Stadt vielen Tausenden ein schmackhaftes Vegi-Menu anbieten zu können.

Hintergrund der WWF-Aktion ist, dass rund ein Drittel der individuell verursachten Umweltbelastung der Ernährung zuzuschreiben ist. Der Fleischkonsum hat daran einen hohen Anteil. Heute wird (in der Schweiz) neun Mal pro Woche Fleisch gegessen. Würde aber nur drei Mal pro Woche Fleisch genossen, reduzierte sich die Umweltbelastung im Bereich Ernährung bereits um 20 Prozent. Übrigens: Ein vegetarisches Menu verursacht dreimal weniger CO2 als ein fleischhaltiges.

Die Stadt Winterthur empfiehlt ausdrücklichen allen Bürgern und Institutionen, sich am «Klima-Zmittag» vegetarisch zu ernähren.

Das ist sicherlich ein interessanter Ansatz, um Menschen vegetarisches Essen schmackhaft zu machen – insbesondere wenn eine Stadt dies durchsetzt und damit viele Leute erreichen kann. Es ist nur zu hoffen, dass die Altenheime gut kochen können. Ansonsten wäre die Aktion wohl kontraproduktiv. Dann bliebe ein Vorurteil erhalten: „Vegetarisch gleich fad und langweilig“. Gut gekocht muss es sein – egal ob mit oder ohne Fleisch.

Quellen:

http://www.wwf.ch/de/tun/tipps_fur_den_alltag/essend/aktuell/

http://www.landbote.ch/detail/article/-0b4117907d/gnews/99114921

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