Forschungsergebnisse des Fraunhofer-Institus lassen die Feinschmeckerherzen höher schlagen. Im Auftrag der Lufthansa steht nunmehr nach zwei Jahren emsigen Forschens fest: Niedrige Druckverhältnisse, wie sie z.B. im Flugzeug bei einer Flughöhe von 10.000 m herrschen, verändern die Geruchs- und Geschmackssinne,  und zwar positiv! Das erklärt auch die Vorliebe vieler Oftflieger für Tomatensaft oder Fruchtgetränke, die den sonst verschmähten Saft in luftiger Höhe  wesentlich öfter zu sich nahmen.

Die Wissenschaftler erklären dies mit dem Effekt, dass sich in entsprechender Flughöhe Fruchtnoten freisetzen, die unter Normaldruck nur „maskiert“ wahrgenommen werden. Auch auf andere Geschmacks- und Geruchskomponenten haben Druckverhältnisse Einfluss, der mit Akribie erforscht wurde. Schon stellt die Lufthansa ihre Bordküche um, damit alle Passagiere beim Speisen über den Wolken in neue Geschmacksregionen vorstoßen können. Und auch für die Zukunft des Essens eröffnen sich vielleicht neue Visionen. „Speisen in der Unterdruckkammer“ könnte dann das neue kulinarische Event werden. Nachdem sich das Speisen in der Dunkelkammer bereits etabliert hat, wäre auch  das eine folgerichtige Entwicklung. Man braucht dann nicht unbedingt in die Luft gehen, um seinen Geschmackshorizont zu erweitern…..